ISDN
Der Begriff ISDN stammt ebenfalls aus dem englischen Sprachgebrauch und bedeutet Integrated Services Digital Network. Viele Menschen verwenden noch heute diese Bezeichnung als Synonym für das Telefonieren, da dies die Hauptfunktion von ISDN gewesen war. Bei ISDN handelt es sich um eine weitere Möglichkeit der digitalen Datenübertragung. Wie der Name bereits verrät, basiert ISDN auf einem integrierten Telekommunikationsnetz, über das nebst Telefonie diverse Datenübertragungsmethoden angeboten werden z. B. als Fernschreiben. Bevor ISDN erfunden wurde, wurden die einzelnen Dienste mit Hilfe von Gateways miteinander verknüpft. ISDN ersetzte das langsame Telefonmodem, ähnlich wie später DSL und nachfolgende Methoden der digitalen Datenübertragung. Mit ISDN wurde die Leistungsfähigkeit der Teilnehmeranschlussleitung verdoppelt und die Datenübertragung beschleunigt.
Mittlerweile wurden fast alle Vermittlungsstellen von Telefonnetzen in Deutschland auf ISDN umgestellt und analoge Verbindungen werden fast nicht mehr benutzt. Vorhandene analoge Kanäle wurden durch digitale Signale ersetzt. Mittlerweile wurden andere Verfahren für das Telefonieren als Ersatz für ISDN erfunden wie z. B. GSM, UMTS und IP-Telefonie.
ISDN ist seit dem Jahre 2000 europaweit verfügbar und wird bevorzugt für digitale Telefonie benutzt. Erste Ansätze von ISDN gehen bereits auf die 70er Jahre zurück, wo die Digitaltechnik ihre Ursprünge hat. Die mechanischen Vermittlungsstellen wurden für digitale Telefonnetze umgebaut. In Deutschland war ISDN damals als ISDN 1980 bekannt. Heute wird ISDN langsam durch das moderne DSL ersetzt. Durch den rasanten Fortschritt der Technik verwenden immer weniger Menschen heutzutage noch ISDN und steigen auf das schnellere und modernere DSL um. Dennoch war ISDN zu seiner Zeit eine erfolgreiche und unvergessene Erfindung.