DSL
Sie kennen den Ausdruck „DSL“ (englische Bezeichnung digital subscriber line) als einen Fachbegriff aus der Netzwerktechnik, der eine Technologie zur Übertragung von digitalen Datenströmen dastellt. Dies erfolgt mit Hilfe von verdrillten Kupferdrähten (Twisted Pair), durch die die Daten zwischen Sender und Empfänger ausgetauscht werden. DSL ist ein Verfahren, das die Datenübertragung der Bitübertragungsschicht regelt, der ersten Schicht des OSI-Modells.
DSL arbeitet mit viel höheren Übertragungsraten im Vergleich zu den früheren Kabelmodems, die über analoge Übertragungen verfügten. Mit DSL ist eine Innovation erfunden worden, die Ihnen lästige Wartezeiten erspart und mit der auch größere Datenpakete problemlos in kürzester Zeit übertragen werden können. DSL ist ein perfekter Ersatz für das alte analoge 56-Kb/s-Modem.
Erste Entwicklungen von DSL fanden in den 80er Jahren statt. Schon damals wurden die ersten DSL-kompatiblen Rechner gebaut. Damals waren sie noch sehr teuer. Das erste richtige DSL (HDSL) wurde in Amerika entwickelt und fand große Begeisterung weltweit. Dazu gab es bestimmte Randbedingungen, die eingehalten werden mussten. Später wurde HDSL, das zwei Aderpaare zur Übertragung verwendete durch SHDSL ersetzt, das mit nur einem Aderpaar funktionierte, um Energie einzusparen. In den 90er Jahren entstand ADSL (Asymetric Subscriber Line).
Da die Internetnutzung sehr stark anstieg mussten andere, schnellere Verfahren entwickelt werden, um den wachsenden Datenaustausch innerhalb des Internets zu beschleunigen. Die Netze mussten erweitert werden. Heute kennen Sie DSL als Wortersatz für breitbandige Internetzugänge wie z. B. das Fernsehkabelnetz, den Satelliten oder Video-Anwendungen. 2005 erschien ADSL2, 2006 VDSL/VDSL2 und FTTN, das mit Hilfe eines hybriden Zugangsnetzes und Glasfaser-Anbindungen zwischen Hauptverteiler und Kabelverzweiger in Kundennähe funktioniert.